Tendenziöse Berichterstattung an der Grenze Venezuela-Kolumbien

26.2.2019

zuschauerredaktion@zdf.de

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
in den ZDF-Heute-Nachrichten vom 24.2.2019 um 17 Uhr behauptet Thomas Gonsior in seinem Beitrag über Venezuela,
dass der Hilfskonvoi von "Maduro-treuen Kräften" angezündet worden sei.
Das ist nicht bewiesen. Beide Seiten beschuldigen sich gleichermaßen.
 
 
Tobias Käufer hat es dagegen richtigerweise neutral dargestellt:
 
"Zwei LKW mit der humanitären Hilfe gehen in Flammen auf. Laut Opposition sollen dafür Sicherheitskräfte der venezolanischen Armee verantwortlich sein. Maduros Sender verbreiten dagegen die Version, dass es die Opposition selber war, die das Feuer gelegt haben soll."
 
 
Dass dieser Sachverhalt so nicht in der Fernsehsendung dargestellt wurde, obwohl es in der Onlinepräsenz des ZDF richtig
erzählt wird, ist absolut unverständlich und nicht zu entschuldigen. Gerade das Anzünden von Lebensmittel und Medikamenten
ist an Abscheulichkeit nicht mehr zu überbieten. Wie bei jedem Ereigniss muss man sich nach dem Cui Bono fragen. Maduro wurde auch deswegen von anderen Ländern und den USA verurteilt und es folgten weitere Drohungen ihm gegenüber.
 
Ein kurzer Blick auf die Auseinandersetzungen an der Grenze zu Kolumbien hätten gezeigt, dass von gewalttätigen Protestlern
Molotowcocktails in Richtung der venezolanischen Sicherheitskräfte geworfen wurden. Dazwischen standen jedoch die LKW's mit den
Hilfslieferungen. Die Molotowcocktails flogen kreuz und quer:
 
 
"Am Abend des 23. Februar bestimmten Bilder von zwei brennenden Lastwagen auf der Brücke zwischen Kolumbien und Venezuela die Berichterstattung der internationalen Medienagenturen. Diese untertitelten die Aufnahmen einhellig mit der Anschuldigung, die venezolanischen Grenzschützer hätten die Transportfahrzeuge in Brand gesetzt. Luftbilder zeigen jedoch, dass die brennenden LKW, umringt von Demonstranten, noch auf der kolumbianischen Seite der Absperrungen stehen und die ersten Sicherheitskräfte Venezuelas in einigem Abstand positioniert sind."
(...)
 
 
 
Abschließend möchte ich noch bemerken, auch wenn es nicht nachzuweisen ist, dass
die tendenziöse Deutung von Thomas Gonsior kein Zufall zu sein scheint , da ich bei nahezu der gesamten Berichterstattung des ZDF über 
diesen Konflikt eine einseitige Stimmungsmache gegenüber dem Präsidenten Maduro erkenne. Erst heute im ZDF-Morgenmagazin fielen 
wieder Ausdrücke wie "Machthaber Maduro" und vom "Maduro-Regime". Die Armee wurde zu "regierungstreuen Truppen".
 
Ihre Stellungnahme sehe ich mit Interesse entgegen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Bernhard Moser
Mittlerer Lech 16
86150 Augsburg
 
 


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